Deutschlandlied und Fahne
Ganz normal, für Deutsche, ist es aber auch, dass sie mit diesem Thema nicht ganz normal umgehen können. Während die einen daraus ein versoffenes Gegröhle machen, glauben Andere durch möglichst große Ablehnung ihren edlen Charakter herauskehren zu müssen. Sie veranstalten mit der Nationalflagge allerlei Dinge und posaunen überall ihre undifferenzierte Ablehnung für jeglichen Patriotismus heraus. Diese unter den deutschen Linksintelektuellen weit verbreitet Haltung ist genauso zum Kotzen wie der Nationalismus der NPD oder die Dumpfheiten der PI-Jünger. Letztenendes sind sie der gleichen Grundhaltung Kind. Denn in welcher Farbe die Dummheit daherkommt ist letztlich egal.
Ich hatte es bisher vermieden, mich mit diesem Phänomän auseinaderzusetzen. Man kann das ja jederzeit anbringen. Irgendeine Fussballmeisterschaft kommt immer. Doch dann habe ich bei "mittendrin" einen Beitrag von Anna gefunden. Sie hatte darin geschrieben, dass auch sie sich ein deutsches Fähnchen ans Auto macht. Denn weil auch sie die Heuchelei und Bigotterie nervt tat sie es mit einem "erst recht".
Nun ist das ja nichts Besonderes. Das kann sie ja gerne tuen. Doch dann folgte eine Diskussion zu diesem Beitrag. Wie nicht anders zu erwarten auch um das patriotische Thema. Da konnte ich nicht anders. Also nun vor dem Spiel noch mein Kommentar zu den Kommentaren.
Wer die schwarz-rot-golden Fahne verteufelt sollte sich zuertseinmal mit deren Entstehungsgeschichte beschäftigen.
Historisch galten diese Farben seit der Zeit der Befreiungskriege Anfang des 19. Jahrhunderts als Symbol der nationalen Einheit Deutschlands unter demokratischen Vorzeichen. ... [WIKIPEDIA]
Was nun das Deutschlandlied betrifft, so hat auch dieses einen Ursprung, für den man sich nicht zu schämen braucht. Wenn nun auch noch der Fussball dazu führt, dass Deutsche die dritte Strophe auswendig mitsingen können, statt nur Deutschland, Deutschland zu brüllen, dann erfüllt mich das mit Freude. Das ein Tor mit "blüh im glanze dieses Glückes" bejubelt wird, ist ein angenehmer Patriotismus. Genau der hat Deutschland lange gefehlt. Nur darum konnten die ewig Gestrigen dieses Thema so lange besetzen.
Zum Schluss noch:
Ich bin Deutscher. Da kann ich aber nichts dafür. Das habe ich mir nicht ausgesucht. Darum kann ich es auch nicht leiden wenn mich jemand dafür ausgrenzt, herabsetzt oder beschimpft. Ich möchte auch stolz sein auf meine kulturellen Wurzeln und die Erungenschaften meiner Vorfahren. Ich liebe meine Muttersprache, weil ich in ihr lebe, in ihr liebe, in ihr denke und in ihr träume.
Die Geschichte der Menschheit ist voll von Grausamkeiten. Statt sie gegeneinander aufzurechnen sollte man lieber über ihre Ursachen nachdenken. Ich hafte nicht für die Fehler meiner Vorfahren. Ich habe lediglich die Pflicht daraus zu lernen.
In diesem Sinne:
"Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem nderem zu."
Ich Deutschland wird Europameister. Wenn nicht, dann waren die Spanier einfach besser.
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